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Clemens Wieser

Verschiedene Fokussierungen, gemeinsame Möglichkeiten: Perspektiven der komplementären Nutzung von Strategien der Grounded Theory Methodology und der Objektiven Hermeneutik

Research output: Contribution to journal/Conference contribution in journal/Contribution to newspaperJournal articleResearchpeer-review


Der gemeinsame Einsatz von Objektiver Hermeneutik und Grounded Theory Methodo­ logy ist durch die oben dargestellten axiomatischen Eckpunkte gekennzeichnet. Die eingenommenen Positionen und Argumente sind als Wegweiser für die komplementäre Nutzung von Strategien beider Methodologien zu verstehen, die durch ein Verständnis spezifischer Fokussierungen möglich wird. In Anschluss an sie werden in einem ersten Schritt einige wissenschaftstheoretische Argumente entwickelt, die auf die grundsätzli­ che Möglichkeit der komplementären Nutzung interpretativer Methodologien hinwei- sen. Im Anschluss daran wird diskutiert welche Fokussierungen Objektive Hermeneu­ tik und Grounded Theory Methodology für interpretative Analysen sowie für fallabs­ trahierende und modellierende Analyse bereitstellen. Die Frage nach dem komplemen­ tären Einsatz von Objektiver Hermeneutik und Grounded Theory Methodology wird damit nicht aus der Position eines „praktischen Sozialforschers“ (Böhler 2008: 220) gestellt, sondern aus Sicht eines theoretischen Sozialforschers, der sein „Gespür“, und das Zustandekommen und „plastischer werden“ (Ebd. 2008: 247) von Falldarstellungen methodologisch ein Stück weit explizieren möchte. Die Diskussion mündet in ein Fazit zum komplementären Einsatz von Strategien beider Methodologien in dem epistemo- logische Markierungen für die Verwirklichung von Komplementarität vorgenommen werden.
Original languageGerman
JournalSozialer Sinn
Volume16
Issue2
Pages (from-to)199
Number of pages221
ISSN1439-9326
Publication statusPublished - 2016

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ID: 160407709